Fragen und Antworten

Fakten die man als Gründer kennen sollte

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Fragen und Antworten (FAQ)

Gerade die Themen Buchführung, Kassenbuch und Finanzamt werfen gerade bei Neueinsteigern in die Selbständigkeit immer wieder die selben Fragen auf. Diese können wir natürlich auch nicht alle beantworten, aber einige, oft gestellte sollen an dieser Stelle nochmal separat erläutert werden.

Was ist ein Kassenbuch?

Prinzipiell ist ein Kassenbuch ein einfaches Journal mit dessen Hilfe sich Einnahmen, Ausgaben und somit immer der aktuelle Stand einer Kasse festhalten lassen. Neben diesen Angaben können in einem Kassenbuch noch weitere Fakten zu jedem Geschäftsfall festgehalten werden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Ein Kassenbuch kann in Papierform geführt werden, es kann sich aber als sehr hilfreich erweisen, ein elektronisches Kassenbuch zu nutzen. Dies erspart Ihnen nicht nur fehlerträchtige manuelle Rechnerei, es hilft Ihnen auch oft, Steueranmeldungen auszuführen, eine so genannte Einnahme-Überschussrechnung zu erstellen, oder Ein- und Ausgaben sortiert nach Kunden oder anderen Kriterien statistisch auszuwerten.

Wie führe ich ein Kassenbuch?

Als Unternehmer, der nicht zur so genannten doppelten Buchführung verpflichtet ist, führen Sie Ihr Kassenbuch am besten regelmäßig. Dies erleichtert das Sortieren und Zuordnen von Belegen sowie das Buchen von Geschäftsvorfällen erheblich. Ausserdem verschafft es Ihnen immer einen beruhigenden Überblick über die aktuelle Situation Ihrer Barmittel. Führen Sie ein Kassenbuch in Form eines privaten Haushaltsbuches, so ist dieses natürlich auch vollkommen Ihnen überlassen. Aber auch hier gilt: Führen Sie Ihr Kassenbuch regelmäßig, so haben Sie immer einen vollständigen Überblick über die aktuelle finanzielle Lage.

Wobei hilft mir ein Kassenbuch?

Mit einem Kassenbuch können Einnahmen und Ausgaben einer Person, einer Familie aber auch eines Unternehmens kontrolliert werden, welches nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet ist. Aber ein Kassenbuch - gerade ein elektronisches - kann noch wesentlich mehr. ModerneKassenbuch Software hilft Ihnen, Ihre Vorsteueranmeldung via ELSTER monatlich oder quartalsweise abzugeben. Sie können so genannte Einnahme-Überschussrechnungen für Nachweise erzeugen, und Ihre finanzielle Situation mit vielfältigen statistischen Funktionen analysieren. Für Einzelunternehmer und Kleinunternehmer ist ein Kassenbuch für die gesamte Buchführung meist vollkommen ausreichend, hier muss oft garkeine teure und komplizierte Steuersoftware beschafft werden.

Was ist eine Buchung?

Jeder Geschäftsvorfall der eine Einnahme oder eine Ausgabe mit sich bringt, wird im Kassenbuch in Form einer Buchung dargestellt. Eine Buchung bezieht sich immer auf zwei Buchungskonten. Diese spielen eigentlich nur in der so genannten doppelten Buchführung eine Rolle. Es ist aber durchaus sinnvoll, auch bei der Führung eines Kassenbuchs Konto und Gegenkonto korrekt anzugeben. Dies ermöglicht Ihrem Steuerberater die Daten Ihres Kassenbuchs in dessen Software zu importieren, um die Jahresabschlüsse mit wesentlich weniger Aufwand erzeugen zu können. Eine Buchung wird dabei immer auf einem Konto belastet, und einem anderen Konto gutgeschrieben. Bei einem Kassenbuch stellt die Kasse ein Konto dar, das Gegenkonto jeweils das zweite beteiligte Konto. Eine Buchung besteht dabei aus einem festen Satz von Buchungsdaten, welche in das Kassenbuch eingetragen werden. Mehr Information dazu finden Sie hier.

Was ist ein Geschäftsvorfall?

Ein Geschäftsvorfall oder auch Geschäftsfall betrifft jedes Ereignis, dass eine Einnahme oder eine Ausgabe zur Folge hat. Somit stellt ein Wareneinkauf genauso einen Geschäftsvorfall dar, wie die Rechnungsstellung an einen Kunden.

Was sind Buchungskonten?

Buchungskonten kommen aus der Welt der doppelten Buchführung. Jede Buchung eines Geschäftsvorfalles betrifft immer zwei Buchungskonten. Ein Konto, welches mit einer Buchung belastet wird, ein zweites, welchem die Buchung gutgeschrieben wird. Einem Buchungskonto wird dabei ein bestimmter Kontext zugewiesen, z.B. „KFZ-Kosten“ oder „geringfügige Wirtschaftsgüter“. Ebenso wird einem Buchungskonto eine eindeutige, meist vierstellige Nummer zugewiesen. Dies vereinfacht die doppelte Buchführung und gilt hier als grundlegendes Prinzip. Dabei wurden in der Vergangenheit so genannte Standardkontenrahmen (SKR)definiert, welche für eine bestimmte Branche eben diesen Kontext passend definieren. Ausserdem ist jedem Buchungskonto der jeweils passende Umsatzsteuersatz zugewiesen. Am häufigsten werden heute SKR03 und SKR04 verwendet. Diese kennt auch Ihr Steuerberater, und wahrscheinlich wird er einen dieser Standardkontenrahmen verwenden, um Ihre Jahresabschlüsse zu buchen. Eine gute Kassenbuchsoftware hält aber nicht alle Buchungskonten der SKR vor, sondern wählt einige der wichtigsten und am häufigsten verwendeten aus. Wenn der Standardkontenrahmen Ihrer Kassenbuch Software dann dem Ihres Steuerberaters entspricht, vereinfachen Sie diesem ungemein seine Arbeit, weil er alle Ihre Buchungen direkt in seine eigene Buchhaltungssoftware importieren kann.

Für wen ist es sinnvoll, ein Kassenbuch zu führen?

Die Führung eines Kassenbuchs kann für Privatpersonen genauso sinnvoll sein wie für Kleinunternehmer oder Selbständige. Ein Kassenbuch wird überflüssig, wenn ein Unternehmen zur so genannten doppelten Buchführung verpflichtet ist, z.B. eine GmbH. Für Einzelunternehmen und Selbstständige kann das Führen eines Kassenbuchs die gesamte komplizierte Buchhaltung aber durchaus ersetzen. Bei diesen Unternehmensformen geht es in der Hauptsache um die Entrichtung der Vorsteuer sowie der Einkommensteuer an das Finanzamt. Bei der Berechnung und Anmeldung dieser kann ein elektronisches Kassenbuch die ideale Hilfe sein.

Was ist doppelte Buchführung und wer muss Sie machen?

Die doppelte Buchführung ist ein grundlegendes Prinzip der Finanzbuchhaltung und ist in Europa seit 1494 bekannt. Der Begriff der doppelten Buchführung währt daher, dass jederGeschäftsvorfall in doppelter Form gebucht wird, dies aber auf verschiedenen Buchungskonten. Bei jeder Buchung wird der Buchungswert dabei einmal im „Soll“ und einmal im „Haben“ erfasst. Der Begriff der doppelten Buchführung leitet sich aber auch noch aus einem zweiten Umstand durchaus sinnvoll ab. Nämlich dass der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens auf zweierlei Art und Weisen festgestellt werden kann: Zum einen durch den Vergleich des Eigenkapitals des aktuellen Jahres zu dem des Vorjahres, sowie durch einen Vergleich der Aufwendungen und Erträge durch die so genannte Gewinn-Verlustrechnung. Einzelunternehmen sind nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet. Diese Verpflichtung beginnt bei Geschäftsformen wie einer GbR, GmbH oder darüber hinaus größeren Unternehmen.

Was ist eine Einnahme-Überschussrechnung?

Die Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) ist eine besondere Form der Gewinnermittlung die prinzipiell alle Unternehmen betrifft, welche nicht durch gesetzliche Regelungen dazu verpflichtet sind, eine ordentliche, doppelte Buchführung vorzunehmen und regelmäßig Abschlüsse zu machen. Dabei wird bei einer EÜR der Überschuss der Betriebseinnahmen über den Betriebsausgaben als Gewinn betrachtet.

Welche Steuern habe ich als Selbständiger an das Finanzamt zu entrichten?

Unabhängig von steuerlichen Verpflichtungen die sich für jeden Steuerschuldner (offizielles Amtsdeutsch für: Bürger) ergeben, muss ein Unternehmer Umsatz- sowie unter Umständen Einkommensteuer an das Finanzamt abführen.

Was ist die Einkommensteuer?

Wie der Name schon andeutet, wird die Einkommensteuer auf das Einkommen eines Steuerschuldners berechnet. Hierfür existieren aber so genannte Grundfreibeträge, welche nicht versteuert werden müssen. Diese Grundfreibeträge können nach oben variabel sein und durch bestimmte Situationen Einzelner beeinflusst. Der für die Einkommensteuer in Deutschland aktuelle Grundfreibetrag liegt bei € 7664,-. Jedwedes Einkommen, welches diesen Grundfreibetrag übersteigt, muss mit dem jeweils geltenden, individuellen Steuersatz versteuert werden. Der Steuersatz richtet sich hierbei nach der Höhe des Einkommens und beträgt heute maximal 42% (Spitzensteuersatz).

Was ist die Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer ist - wie der Name auch hier andeutet - eine Steuer, die auf Umsätze erhoben wird, welche durch die Erbringung von Dienstleistungen oder den Verkauf von Waren zurückzuführen sind. Dabei wird prinzipiell der so genannte Mehrwert versteuert, weshalb die Umsatzsteuer teilweise auch als Mehrwertsteuer bezeichnet wird. Die Versteuerung des Mehrwertes bedeutet hierbei, dass der Gewinn, welcher entsteht, wenn eine Ware nach dem Einkauf teurer verkauft wird, separat versteuert werden muss. Die Umsatzsteuer ist aber nur dann in Deutschland zu entrichten, wenn die Waren in Deutschland verkauft oder die entsprechende Leistung in Deutschland erbracht und abgerechnet wird.  

Welche Umsatzsteuersätze gibt es in Deutschland?

Zur Zeit gelten zwei verschiedene Umsatzsteuersätze, welche seit dem 01.01.2007 Gültigkeit haben. Das sind 7% und 19%.

7% müssen z.B. in Form der Umsatzsteuer auf Lebensmittel, Bücher, Zeitungen, Fahrkarten und einige andere Dinge aufgeschlagen und an das Finanzamt abgeführt werden. Für fast alle anderen Gewinne gilt der Standardsteuersatz von 19%. Dieses in der Hauptsache für gewerbliche Warenverkäufe und die Erbringung von Leistungen. Es gibt aber auch einige Dinge, die nicht mit Umsatzsteuer belastet sind, und nicht zusätzlich versteuert werden müssen. Die Umsatzsteuer wird immer auf den Nettopreis einer Ware oder Dienstleistung aufgeschlagen. Für einen Unternehmer ist die Umsatzsteuer prinzipiell fast als durchlaufender Posten zu betrachten. Die beim Wareneinkauf an den Händler entrichtete Umsatzsteuer kann als Teil der Vorsteuer vom Finanzamt zurückgefordert werden. Der Warenverkauf an den Kunden enthält aber eben diese Umsatzsteuer auch wieder. Der Unternehmer bezahlt diese also nicht direkt, sondern reicht die Umsatzsteuer an das Finanzamt prinzipiell nur durch. Wenn aber der Nettopreis der Ware beim Verkauf höher ist, als beim Einkauf, so muss der entstehende Mehrwert dann doch wieder vom Unternehmen versteuert werden.

Wer ist zum Abzug der Umsatzsteuer berechtigt?

Jedes gewerblich handelnde Unternehmen ab einem Einzelunternehmen ist zum Abzug derUmsatzsteuer berechtigt. Ausnahme bilden hier so genannte Kleinunternehmer, deren Umsätze derart gering sind, dass diese Rechnungen stellen dürfen, auf denen keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss. Die Berechtigung zum Abzug der Umsatzsteuer z.B. beim Bezug von Waren oder Dienstleistungen bringt natürlich auch die Verpflichtung mit sich, die Umsatzsteuer auf Nettopreise von verkauften Waren und Dienstleistungen aufzuschlagen und an das Finanzamt abzuführen. Mehr Information zu diesem Thema finden Sie hier.

Was ist die Vorsteuer?

Die Vorsteuer, die ein Unternehmen monatlich oder quartalsweise an das Finanzamt zu entrichten hat, ist die Differenz zwischen verauslagter und eingenommener Umsatzsteuer. Hat ein Unternehmen 20000,- € Umsatz pro Monat erzielt, so sind 3800,- € Umsatzsteuer an das Finanzamt zu entrichten. Sind aber gleichzeitig notwendige Wareneinkäufe über 10000,- € notwendig gewesen, so kann die schon gezahlte Umsatzsteuer in Höhe von 1900,- € abgesetzt werden. Nur der Restbetrag von 1900,- € ist an das Finanzamt zu entrichten. Mehr Information zu diesem Thema finden sie hier.

Wie melde ich meine Vorsteuer beim Finanzamt an?

Sofern Sie Ihr Gewerbe angemeldet haben und über Ihre Steuernummer verfügen, sind Sie zur Vorsteueranmeldung verpflichtet. Auch wenn Sie keine Umsätze erwirtschaften, oder Ihre Kosten sogar höher als Ihre Einnahmen sind, ist die Vorsteuer anzumelden. Hierfür haben Sie mehrere Möglichkeiten. Mit Hilfe von ELSTERonline können Sie online zur Verfügung stehende Formulare nutzen, um Ihre Vorsteueranmeldung zur zentralen Erfassungsstelle zu übermitteln. Sie können auch eine entsprechend ausgestattete Software nutzen, die den Vorsteuerbetrag berechnen und übermitteln kann. Eine Vorsteueranmeldung in Papierform ist heute prinzipiell nicht mehr möglich, auch wenn es Ausnahmen gibt. Eine Kassenbuch Software kann hier sehr hilfreich sein. Diese berechnet aus Ihrer verauslagten und vereinnahmten Umsatzsteuer den Vorsteuerbetrag und kann diesen dann verschlüsselt zusammen mit Ihren Daten übermitteln. Nicht jedes elektronische Kassenbuch hat diese Fähigkeiten. Sie erkennen das aber meist daran, dass die Software so genannte ELSTER Unterstützung hat. Eine Auswahl an Kassenbuchsoftware für MicroSoft Windows, Mac OS X und Linux finden Sie hier.

Was ist ELSTER?

Das Akronym ELSTER steht für ELektronische STeuer ERklärung und ist der Kurzbegriff für eine ganze Sammlung von technischen Verfahren, die es erlauben, steuerrelevante Daten wie z.B. eine Vorsteueranmeldung an die zentrale Erfassungsstelle zu übermitteln. Dabei wird sichergestellt, dass diese Daten auf dem Weg der Übermittlung über das Internet nicht verfälscht und dem richtigen Absender zugeordnet werden können. Hierfür kommen moderne Verschlüsselungstechnologien zum Einsatz. Das Bundesfinanzministerium hat mehrere Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die die Standards und Softwarekomponenten von ELSTER ständig weiterentwickeln. Die zur Verfügung gestellten Schnittstellen ermöglichen es, ELSTER Funktionen in fast beliebige Softwareprodukte zu integrieren. So können Sie mit modernen Programmen wie zum Beispiel Buchhaltungssoftware oder einem elektronischen Kassenbuch Ihre Steuern nicht nur berechnen, sondern dem Finanzamt gegenüber auch online erklären. Hierfür sollten Sie aber nur Softwareprodukten vertrauen, welche das offizielle ELSTER Logo tragen.

Kann ich die Vorsteuer noch in Papierform anmelden?

Eine Anmeldung der Vorsteuer in Papierform ist bis auf Ausnahmefälle heute nicht mehr möglich. Das Bundesfinanzministerium (BMF) stellt aber mit dem ELSTERonline Portal jedem die Möglichkeit zur Verfügung, Steueranmeldungen bequem vom Rechner über das Internet zu machen. Ausserdem gibt es eine Vielzahl von Softwareprodukten wie Buchführungssoftware und Software für ein elektronisches Kassenbuch, welche die Vorsteueranmeldung für Sie an die zentrale Erfassungsstelle übermitteln können.

Benötige ich die Digitale Signatur / ein Zertifikat für die Anmeldung?

Ja. Seit dem 01.01.2013 können Umsatzsteuervoranmeldungen nur noch digital signiert an ELSTER übermittelt werden. Die Oberfinanzdirektion hat allerdings eine Übergangsfrist bis zum 01.10.2013 eingerichtet. Ab diesem Stichtag nehmen die ELSTER Server keine Daten mehr an, wenn diese nicht mit einer Signatur versehen sind. Allerdings können Sie Ihre Vorsteueranmeldungen auch ohne ein persönliches Zertifikat an ELSTER übermitteln. kassomat bietet Ihnen genau diese Möglichkeit, und übernimmt die digitale Signatur der Daten für alle Nutzer. Eine kostenlose Demo von kassomat mit vollem Funktionsumfang finden Sie hier.

Kann man sich auf die ELSTER Funktionen verlassen?

Klare Antwort: Ja. Jedes Softwareprodukt, welches ELSTER Unterstützung bietet, muss sich einer Funktionsprüfung unterziehen lassen und wird erst danach für den Einsatz zugelassen. Das BMF stellt über das ELSTER Projekt dafür besondere Schnittstellen Software zur Verfügung, die dafür Sorge trägt, dass zu übermittelnde Daten sicher verschlüsselt werden. Die hier eingesetzten Technologien gleichen denen der Qualifizierten Elektronischen Signatur nach dem deutschen Signaturgesetz. Die Anforderungen an die eingesetzten Algorithmen sowie Schlüssellängen sind sehr hoch und werden ständig durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angepasst.

Wann muss ich Vorsteuer an das Finanzamt überweisen?

Dies hängt zunächst von der Veranlagung ab. Nach der Anmeldung Ihres Gewerbes teilt Ihnen die für Sie zuständige Steuerbehörde Ihre Steuernummer mit. Zusammen mit dieser Information werden Sie über den Veranlagungszeitraum informiert. Dieser beträgt entweder ein oder drei Monate, oder ein Jahr. Er kann sich aber abhängig von den Umsätzen Ihres Unternehmens ändern. Je höher die Umsätze, desto wahrscheinlicher ist eine monatliche Veranlagung zur Vorsteuerentrichtung. Die Überweisung der Vorsteuer sollten Sie direkt, spätestens aber einige Tage nach der Vorsteueranmeldung vornehmen. Bei Verzug wird Sie das für Sie zuständige Finanzamt aber sehr schnell über einen Verzug in Kenntnis setzen.

Wann muss ich monatlich und wann quartalsweise Vorsteuer anmelden?

Diese Entscheidung obliegt immer dem für Sie zuständigen Finanzamt und richtet sich in der Hauptsache aber nach der Umsatzhöhe. Allerdings gibt es Branchen, in denen eine monatliche Vorsteueranmeldung Pflicht ist. Bei einer monatlichen Veranlagung kann man beim Finanzamt aber eine quartalsweise Veranlagung beantragen. Ob diese gestattet wird, entscheiden aber die Mitarbeiter des Amtes. Umgekehrt kann man natürlich auch einen Antrag auf monatliche Veranlagung stellen, dies kommt aber eher selten vor. In einigen Fällen kann auch eine jährliche Veranlagung vorhanden sein, dieses aber meist nur dann, wenn die erzielten Umsätze sehr gering sind.

Was ist eine Dauerfristverlängerung und wie erhält man diese?

Eine Dauerfristverlängerung ermöglicht einem Unternehmen, die Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat nach der eigentlichen Abgabefrist beim Finanzamt einzureichen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Unternehmer, welche zur monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet sind, eine Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 des Vorjahresumsatzes leisten müssen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass das Unternehmen den Zinsvorteil für die somit verspätet geleistete Zahlung auf seiner Seite hat.

Was ist eine Umsatzsteuernummer?

Die Umsatzsteuernummer - oder auch einfach nur Steuernummer - ist eine deutschlandweit eindeutige Nummer, welche ein steuerpflichtiges Unternehmen eindeutig identifiziert. Sie wird für die Umsatzsteuervoranmeldung genauso benötigt wie für die Jahreserklärung. Die Umsatzsteuernummer, welche nur für den innerdeutschen Verkauf von Waren und Dienstleistungen Relevanz hat, ist nicht zu verwechseln mit der Umsatzsteueridentifikationsnummer welche die gleiche Funktion für den Binnenraum der EU hat. Beide Nummern ersetzen einander nicht, sie ergänzen einander lediglich.

Was ist eine Umsatzsteueridentifikationsnummer?

Die Umsatzsteueridentifikationsnummer (abgekürzt: USt-IdNr) ist eine EU weit eindeutige Steuernummer für Unternehmen, die am EU weiten Binnenhandel teilnehmen, und dient zur Abrechnung der zu jeweils zu entrichtenden Umsatzsteuer europaweit. Sie ist nicht mit derUmsatzsteuernummer zu verwechseln und ersetzt diese auch nicht. Sie dient lediglich als Ergänzung und ist z.B. in einem Webimpressum genauso anzugeben wie die Umsatzsteuernummer.

Was kann ich von der Umsatzsteuer ‚absetzen‘?

Sämtliche Waren und Dienstleistungen, welche für den rein gewerblichen Betrieb bezogen werden und Umsatzsteuer enthalten, dürfen bei der Umsatzsteuervoranmeldung abgesetzt werden. Natürlich gilt das nur für die gezahlte Umsatzsteuer und nicht für die gesamten Kosten. Diese wiederum können aber eine Rolle für die Einkommensteuererklärng spielen. Weitergehende Information dazu finden Sie hier. Ein elektronisches Kassenbuch oder eine Buchhaltungssoftware hilft Ihnen, die vereinnahmte und verausgabte Umsatzsteuer miteinander zu verrechnen, und bei der Vorsteueranmeldung an das Finanzamt zu übermitteln.

Welche Kosten kann ich als Unternehmer den Einnahmen entgegenstellen?

Alle Waren und Dienstleistungen welche für den Zweck der unternehmerischen Tätigkeit gekauft werden müssen können den Einnahmen in Form von Kosten entgegengestellt werden. Dies ist zur Gewinnermittlung oder auch für eine so genannte Einnahme-Überschussrechnung absolut notwendig. Sie sollten daher alle Belege sammeln und in Ihrem Kassenbuch oder Ihrer Buchhaltungssoftware sorgfältig buchen. Kosten, welche sie zwar tatsächlich hatten, aber nicht belegen können, führen zu einem rein rechnerisch höheren Gewinn als dem tatsächlichen. Dies führt wiederum zu einer überhöhten Einkommensteuerzahlung am Jahresende. Weitere Information zum Thema Kosten finden Sie hier.

Was ist ein SKR (Standardkontenrahmen)?

Spätestens wenn Sie den ersten Kontakt mit einer Buchhaltungssoftware oder einem elektronischen Kassenbuch haben, werden Sie mit Standardkontenrahmen (SKR) in Berührung kommen. SKR sind Sammlungen von branchenspezifischen Gegenkonten, welche mit einer eindeutigen, vierstelligen Nummer gekennzeichnet sind, und in der so genannten doppelten Buchführung für jede Buchung im Haben ein Gegenkonto im Soll zur Verfügung stellen. Es sind mehrere SKR definiert, am häufigsten werden aber SKR03 und SKR04 verwendet, welche in der Hauptsache von der DATEV definiert wurden. Sie finden diese SKR aber auch in vielen anderen Softwareprodukten, größtenteils aber nur in Auszügen.

Mit welcher Software kann ich den Steuerberater sparen?

Einfache Antwort: Mit keiner! Die am Markt befindlichen Programme für Buchhaltung und Steuererklärung sind dank moderner Technik heute hoch spezialisiert und sehr leistungsfähig. Es ist durchaus möglich, sämtliche Erklärungen gegenüber dem Finanzamt mit Hilfe einer derartigen Software vorzunehmen. Dies ist aber in keinem Fall empfehlenswert. Auch wenn viele der Softwareprodukte an die sich ständig wandelnde Rechtslage angepasst werden, ersetzen Sie doch kein fähiges Steuerberatungsunternehmen.

Die Kosten, welche ein Steuerberater jährlich bei Ihnen verursacht, können durch einen Steuervorteil ganz schnell wieder eliminiert werden. Ausserdem können auch diese Kosten abgesetzt werden. Wenn mann die Buchführung gut vorbereitet, alle Belege chronologisch geordnet abgibt, und selbst eine Buchhaltungssoftware oder Kassenbuchsoftware nutzt, aus welcher der Steuerberater die relevanten Daten automatisch importieren kann, erleichtert man diesem nochmals die Arbeit und senkt dessen Kosten.

Wo finde ich ein kostenloses elektronisches Kassenbuch?

Sie werden eine ganze Reihe von elektronischen Kassenbüchern im Internet finden, welche in Form einer kostenlosen Freeware zu bekommen sind. Allerdings haben diese alle unterschiedlichen Funktionsumfang. Wichtig sollte Ihnen sein, dass Sie Ihre Vorsteueranmeldung über eine ELSTER Schnittstelle vornehmen können, und Datenexportfunktionen für DATEV - die am häufigsten von Steuerberatern verwendete Software - existieren. Eine Auswahl von elektronischen Kassenbüchern für MicroSoft Windows, Apple MacOS X, Linux und webbasierte Kassenbücher haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Weiterführende Informationen

Gerade zum Thema Buchführung und Kassenbuch tauchen gerade bei jungen Unternehmern immer wieder eine Menge Fragen auf. Einige davon haben wir versucht, auf dieser Webseite zu beantworten. Zusätzlich haben wir eine Reihe von externen Quellen übersichtlich hier für Sie zusammengestellt.