Absetzbare Kosten

Welche Kosten können abgesetzt werden

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Relevante Kosten

„Das Setze ich alles ab !“ ... Diesen Satz hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Aber was heisst das, was kann man wirklich absetzen, und was zählt in einem Unternehmen tatsächlich zu den relevanten Kosten?

Diese Frage ist weder pauschal noch einfach zu beantworten. Für Einzelunternehmen, in denen aber keine doppelte Buchführung notwendig ist, lassen sich aber doch konkrete Aussagen treffen. Größere Unternehmen sollten in diesen Fragen in jedem Fall einen Steuerberater konsultieren, und auch für einen Einzelunternehmer ist die Unterstützung eines Steuerbüros zumindest für die Jahresabschlüsse in jedem Fall empfehlenswert.

Aber was hat dieser Satz nun zu bedeuten? Für ein Einzelunternehmen sind in erster Linie die Umsatzsteuer und die Einkommensteuer relevant. In den meisten Fällen wird ein Einzelunternehmer monatlich oder quartalsweise die Vorsteuer gegenüber dem Finanzamt erklären, und diese mit der Umsatzsteuererklärung jährlich abschließen. Fallen Gewinne aus selbständiger Arbeit an, die einen bestimmten Grundfreibetrag übersteigen, so ist ist dieser Teil der Gewinne - des Einkommens - einkommensteuerpflichtig.

Beide Steuern sind in Bezug auf die Kosten aber vollkommen unterschiedlich zu betrachten.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer nicht nur von Einzelunternehmen sondern von allen gewerblich handelnden auf Rechnungsnettobeträge aufzuschlagen. Ausnahme bilden hier Kleinunternehmer, deren gesamtes Umsatzvolumen derart gering ist, dass kein Umsatzsteuerabzug für diese in Frage kommt. In allen anderen Fällen sind nach aktuell geltendem deutschen Recht 19% respektive 7% Umsatzsteuer auf Waren und Dienstleistungen aufzuschlagen.

Prinzipiell ist die Umsatzsteuer für ein Unternehmen aber ein durchlaufender Posten, denn das Unternehmen muss sämtliche vereinnahmte Umsatzsteuer an das Finanzamt weiterreichen. Dies ist Teil der regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldung. Der vereinnahmten Umsatzsteuer kann aber die verauslagte entgegengesetzt werden. Kauft ein Handwerker z.B. Baumaterialien ein im Zuge einer Auftragsarbeit ein, so muss er bei seinem Lieferanten die Umsatzsteuer auf den Nettopreis vorerst entrichten. Da der Unternehmer hier aber zum Abzug der Umsatzsteuer berechtigt ist, darf er die verauslagte Umsatzsteuer von seiner Umsatzsteuerlast abziehen, zahlt also weniger Umsatzsteuer an das Finanzamt.

Die Umsatzsteuer ist also prinzipiell als eine Steuer für Endverbraucher zu betrachten, und Unternehmen, welche Umsatzsteuer durch Rechnungsstellung einnehmen, können eigene Umsatzsteuerausgaben gegenrechnen, und nur die Differenz an das Finanzamt weiterreichen.

Hierbei ist aber zu beachten, dass nicht jegliche Ausgaben eines Unternehmens umsatzsteuerabzugsfähig sind. Der Unternehmer muss glaubhaft machen können, dass eine Ausgabe eine rein betriebliche Ausgabe ist, und keinerlei privaten Zwecken dient - die so genannten Werbungskosten.

Neben typischen Wareneinkäufen können beim Umsatzsteuerabzug aber sehr viele Dinge geltend gemacht werden. Dies beginnt bei notwendigen Arbeitsmitteln, welche gekauft werden müssen, geht über Büroanschaffungen wie Büromöbel, PC und Drucker und endet selbst noch nicht bei notwendigen Reinigungsmitteln für die Arbeitsstätte.

Weitere Informationen und Tips dazu finden Sie bei:

Einkommensteuer

Einkommensteuer ist durch einen Unternehmer dann zu entrichten, wenn sein Einkommen - also der betriebliche Gewinn zuzüglich Einkommen aus anderen Quellen wie Vermietung, Verpachtung, Zinserträgen, Renten, Gehältern und Löhnen - den so genannten Grundfreibetrag übersteigt.

Aktuell liegt dieser Grundfreibetrag für die Einkommensteuer bei € 7664,-.

Sämtliches Einkommen, welches diesen Grundfreibetrag übersteigt, muss nach dem jeweiligen individuellen Steuersatz versteuert werden. Da sich das Einkommen eines Selbständigen oder Einzelunternehmens in der Hauptsache wohl durch den Unternehmensgewinn zusammensetzt, könnte man auch auch sagen, dass der Gewinn besteuert wird.

Da ein Unternehmer aber im Zuge seiner unternehmerischen Tätigkeit nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste und unternehmerische Kosten zu verzeichnen hat, können dem Gewinn bestimmte Kosten und Verluste gegengerechnet werden. Dies führt zu einer minimierten Gewinnermittlung und somit zu einer geringeren Steuerlast bezüglich der Einkommensteuerzahlung des Unternehmers.

Aber welche Kosten kann ein Einzelunternehmer denn nun gegen seinen Gewinn aufrechnen? Diese Frage ist nicht ohne weiteres zu beantworten, und bei der Einkommensteuererklärung empfiehlt es sich in jedem Fall, ein Steuerberatungsunternehmen zu Rate zu ziehen. Grundlegend gilt aber auch hier:

Grundsätzlich sind alle Ausgaben zur Erzielung eines steuerpflichtigen Einkommens abziehbar.

Sämtliche betriebliche Ausgaben, welche eindeutig der unternehmerischen Tätigkeit zugeordnet werden können, können gewinnmindernd geltend gemacht werden. Dazu zählen u.A.:

Hierbei gilt es aber sehr viel zu beachten. So sind viele Kosten nur teilweise abzugsfähig, andere können nur über einen bestimmten Zeitraum abgeschrieben werden. Schaffen Sie z.B. einen PC an und übersteigt dessen Wert aktuell € 410,-, so können Sie diese Anschaffungskosten nur anteilig über 3 Jahre abschreiben, jedes Jahr jeweils ein Drittel des Anschaffungspreises. Dies gilt in der Hauptsache für so genannte Investitionen. Viele nützliche Informationen zu abzugsfähigen Kosten sowie Abschreibungen finden Sie hier:

Weiterführende Information

Kosten sind ein relevantes Thema, und für jeden Unternehmer ist es von ungeheurer Wichtigkeit, zu wissen, was in Form von Kosten verbucht werden kann und darf, und was nicht. Eine Liste von externen Quellen mit weiteren Informationen zum Thema Kosten haben wir hier übersichtlich für Sie zusammengestellt.